{"id":47208,"date":"2019-11-08T11:43:45","date_gmt":"2019-11-08T10:43:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.softed.de\/blog\/?p=47208"},"modified":"2024-01-10T16:13:05","modified_gmt":"2024-01-10T15:13:05","slug":"nachhaltigkeit-von-sql-datenbanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.softed.de\/softed\/nachhaltigkeit-von-sql-datenbanken\/","title":{"rendered":"Von Aprikosen bis SQL Datenbanken: Nachhaltigkeit gewinnt!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Getunte Datenbanken sind auch nachhaltige Datenbanken. Im Interview mit SoftEd Datenbankprofi und SQL Spezialist J\u00f6rg Weigel lernen wir auch seinen Aprikosengarten kennen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet f\u00fcr dich nachhaltiges Handeln? <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mich beinhaltet es die bewusste Verwendung von Ressourcen: \u00dcbersch\u00fcssiges zu vermeiden und trotzdem auf nichts zu verzichten. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Betrachte ich es au\u00dferhalb der IT, geht es f\u00fcr mich darum, weniger aber daf\u00fcr qualit\u00e4tsbewusst zu konsumieren. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Fleisch. Klar kann ich hier t\u00e4glich auf g\u00fcnstige Massenware setzen. Ich entscheide mich dennoch bewusst f\u00fcr Bioware, f\u00fcr mich hochwertiger,  schmackhafter und etwas Besonderes. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Am Ende entscheiden wir als Konsumenten. Das verliert man gern aus dem Auge. Als Konsumenten haben wir eine irrsinnige Macht. Wir sehen 3.000 bis 13.000 Mal am Tag Werbung. Wenn wir uns andere Konzepte des Wirtschaftens \u2013 zum Beispiel Gemeinwohl\u00f6konomie \u2013 ansehen und diese anwenden, k\u00f6nnen wir das System umdrehen. Womit wir  bei dir w\u00e4ren. Du bist Mitglied im Aprikosengarten. <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das stimmt. \u00bbAprikosen f\u00fcr alle\u00ab hei\u00dft unser Projekt und dahinter verbirgt sich ein Mehrgenerationen-Garten. Die Idee ist es gemeinschaftlich zu g\u00e4rtnern, Fl\u00e4chen zu bewirtschaften und Obst sowie Gem\u00fcse f\u00fcr den eigenen t\u00e4glichen Bedarf anzubauen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Arbeiten, das von- und miteinander Lernen, aber auch der Erfahrungsaustausch zwischen total unterschiedlichen Menschen aus den verschiedensten sozialen Umgebungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sicherlich eine spannende Herausforderung? <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Definitiv. Wir m\u00fcssen uns absprechen, was wir s\u00e4en, anbauen und schlie\u00dflich auch ernten. Es geht um das gesunde Verh\u00e4ltnis zwischen mitmachen und mitnehmen, letztendlich also um Nachhaltigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kannst du nachhaltiges Handeln als Prinzip auch ins Business und deine t\u00e4gliche Arbeit als Datenbank-Consultant \u00fcbertragen? <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, das ist in der Tat ein sehr spannendes und hochaktuelles Thema. Wir hatten gerade ein Projekt, bei dem es neben einem Upgrade der vorhandenen SQL Server Infrastruktur auf die neueste SQL Version darum ging, physische Hardware zu virtualisieren. Die vormals 16 Prozessoren im Server wurden auf 4 Prozessoren virtualisiert. Eine extreme Reduktion von Ressourcen! Sowohl \u00f6kologisch als auch \u00f6konomisch, da wir neben positiven Effekten beim Stromverbrauch vor allem Hardware- und Lizenzkosten sparen, die seit der Core-basierten Lizenzierung extrem gestiegen sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nichts geht \u00fcber Virtualisierung? <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Virtualisierung ist DER Stand der Technik. Da verrate ich nichts Neues. Die Virtualisierungstechniken, die am Markt sind, nutzen die Hardware ideal aus. Und hinsichtlich der Performance gibt es keine Einschr\u00e4nkungen. F\u00fcr den Administrator wird vieles leichter. Er muss nicht mehr hardwareseitig am Server basteln, wenn mehr Hauptspeicher ben\u00f6tigt wird, sondern er weist diese einfach \u00fcber die Admin-Oberfl\u00e4chen zu. Damit ist er nat\u00fcrlich viel flexibler.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wer noch nicht auf eine virtuelle Umgebung setzt, sollte sich also dringend in die Spur begeben? <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absolut! Dabei ist nat\u00fcrlich eines zu bedenken: Wer Hardware reduziert, muss die Performance logischerweise optimieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und da trittst du auf den Plan? <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, ein Gro\u00dfteil unserer Beratung ist es tats\u00e4chlich Performanceprobleme beim Kunden zu identifizieren und anschlie\u00dfend die Applikationen zu tunen. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit gleicher Hardware kann man bei einzelnen Applikationen durchaus das  10-fache an Performance erreichen. Das schont definitiv Ressourcen. <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, man kann schon sagen, getunte Datenbanken sind auch nachhaltige Datenbanken. Nicht nur hinsichtlich der Hardware, sondern auch  hinsichtlich der Ressource Mensch. Vor allem die Anwender sp\u00fcren das deutlich. Sie bekommen besser und viel schneller laufende Programme. In der Regel h\u00e4ngt es meist an der Datenbank, dass Programme langsam laufen und Performanceprobleme haben. Der Grund ist, dass die Entwickler meist mit sehr viel kleineren Datenbest\u00e4nden ihre Tools testen. Wenn sich dann die Abfrage mit realen Daten f\u00fcllt, leidet die Performance. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Also, deine Empfehlung an die Entwickler: Testet mit gr\u00f6\u00dferen  Datenbest\u00e4nden \u2026 <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, oder testet eure Applikation idealerweise gleich mit realen Daten oder wenn das nicht m\u00f6glich ist, mit einem synthetischen Datenbestand in dem zu erwartenden Umfang.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Daten sind das neue Gold. Big Data ist das gro\u00dfe Buzzword. Wohin geht die Reise? <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spannende Frage. Fakt ist, es werden massiv Daten erhoben und gesammelt. Es geht jetzt und k\u00fcnftig nicht mehr darum jeden einzelnen Datensatz zu verarbeiten, sondern aus der Menge der Daten Erkenntnisse zu gewinnen und Trends vorherzusagen. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, denken wir an IoT. Wenn Daten vorliegen, werden sie auch gespeichert und verwendet. Ein riesiges Problem besteht allerdings darin, dass gro\u00dfe Datenbest\u00e4nde extrem schnell missinterpretiert werden k\u00f6nnen. Ein bekanntes Beispiel ist die Korrelation zwischen der Zahl der Kindergeburten und der Zahl der Storchenpaare in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Obwohl es eine Korrelation zwischen der Zahl der Geburten und der Zahl der Storchenpaare gibt, gibt es keinen kausalen Zusammenhang.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Da passt wieder der alte Spruch \u00bbtraue keiner Statistik, die du nicht selbst gef\u00e4lscht hast\u00ab. <\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Getunte Datenbanken sind auch nachhaltige Datenbanken. Im Interview mit SoftEd Datenbankprofi und SQL Spezialist J\u00f6rg Weigel lernen wir auch seinen Aprikosengarten kennen. Was bedeutet f\u00fcr dich nachhaltiges Handeln? 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