Exchange Server News-Update

Mit dem von Microsoft Ende April bereitgestellten Cumulativ Update (CU) für Exchange Server 2016 (CU23) und Exchange Server 2019 (CU12) werden nicht nur Probleme der letzten Security Updates (SUs) behoben, es treten auch einige wichtige Änderungen in Kraft.

Servicing Model Changes

Bisher wurden die CUs vierteljährlich im März, Juni, September und Dezember veröffentlicht. Diese enge Taktung kann in großen Unternehmen oder Umgebungen zu einer Herausforderung werden, gerade wenn man bedenkt, dass jeweils nur die letzten beiden CUs supportet sind. Ab sofort werden die CUs für den Exchange Server im halbjährlichen Rhythmus veröffentlicht. Die allgemeine Verfügbarkeit dieser CUs ist für März (H1) und September (H2) geplant. Dabei orientiert sich das Namensschema an dem von Windows 10 (2022 H1).

Wichtig: Das nächste CU wird im September 2022 nur noch für den Exchange Server 2019 erscheinen, da der Mainstream Support für die Versionen 2013 und 2016 bereits beendet ist.

Security Updates und Hotfixes werden für die Versionen 2013, 2016 und 2019 wie gewohnt mit dem Patch Tuesday erscheinen.

Mit diesen Änderungen am Servicemodell bedeutet „Aktuell“ immer noch, dass das letzte CU oder das unmittelbar vorangegangene (N oder N-1) ausgeführt wird, aber das Zeitfenster ist nun von 6 Monaten auf 1 Jahr erweitert.

Exchange Management Tools

Für Unternehmen, die eine Exchange Hybrid Konfiguration haben und Postfächer zum Teil oder komplett über Exchange Online genutzt haben, war es bisher immer erforderlich wenigsten noch einen Exchange Server On-Premises zu betreiben. Dieser war für die Aufgaben rund um die Empfängerverwaltung notwendig.

Mit der Veröffentlichung des CU12 für Exchange 2019 hat Microsoft eine aktualisierte Exchange Management Tools-Rolle veröffentlicht. Mit der aktualisierten Rolle Management Tools ist in diesem Szenario kein laufender Exchange-Server für die Empfängerverwaltung mehr erforderlich. Es reicht nun die neue Rolle auf einem Server zu installieren und die Verwaltung über Powershell vorzunehmen.

Mit dieser Rolle ist es jetzt eindeutig, dass es keine weitere Möglichkeit geben wird über den Hybrid Configuration Wizard (HCW) einen Exchange Server on-Premises zu lizensieren und für das Management zu betreiben. Somit kann der letzte Exchange Server in einem reinen Exchange Online Szenario heruntergefahren werden. Denken Sie dennoch daran, dass es eventuell On-Premises noch Systeme gibt, die E-Mails senden (SQL Server, Monitoring oder andere). Dafür ist dann eine anderes SMTP Relay erforderlich! Weitere Informationen zur neuen Management Rolle finden Sie hier.

Support für Windows Server 2022

Mit der Veröffentlichung des CU12 für Exchange Server 2019 hat Microsoft die Freigabe für das Ausführen auf Windows Server 2022 gegeben. Es ist nun supportet, dass die Domänen Controller unter Windows Server 2022 laufen.

Exchange Server VersionWindows Server 2022 OSWindows Server 2022 AD Server
Exchange Server 2019Unterstütztunterstützt

Weitere nützliche Informationen erhalten Sie in der Exchange Support Matrix.

Exchange Server 2022

Nach wie vor gibt es vom Exchange Server 2022 Release Informationen. Microsoft hüllt sich hier in Schweigen und es ist fraglich, ob sich an dieser Situation zeitnah etwas ändern wird.

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